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Christoph BARTSCH / Marcus GROßE

hyd invest

Fotos: Robert Vanis


HYD INVEST von Christoph Bartsch/Marcus Große hat neben der Tharandter Straße 101 irgendetwas vor und ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis.


Wenige Meter vor Einfahrt in den Straßentunnel wurde auf einem Wiesenstück an der Strasse nach Freital ein Caree aus Doppelstabmattenzaun und NATO-Draht rigide abgetrennt. Die innere Fläche ist leer und unentschieden. Ein Schild am Zaun nennt den Akteur der Maßnahme: HYD INVEST.

Das Tal der Weißeritz scheint noch keine richtige Idee von sich entwickelt zu haben und liegt Investoren wie Planern zu Füßen. Also ringen einander widersprechende Interessen, Entwicklungsziele und Nutzungskonzepte im Tal um die Gestaltungshoheit und münden in einen Konflikt, der sich in Eigenbehauptung bei gleichzeitiger Defragmentierung von Landschaft manifestiert.

HYD INVEST möchte an dieser Privatisierung und Parzellierung des Grundes teilhaben. Die Landnahme des bis dahin unbekannten Akteurs erstarrt hinter Stacheldraht in der aggressiven Geste kapitalistischer Aneignungs- und Abgrenzungspraxis. Man darf argwöhnen oder sich freuen.