Ziehen Sie alternativ die Karte mit der Maus, um den Ausschnitt zu verschieben.
 
 
(Foto 1: Birgit Schuh, Fotos 2-4: Juliane Mostertz)



Förderpreis der Landeshaupstadt Dresden 2015

Preisverleihung mit Ausstellung und Intervention im Schlosspark
29. Mai 2015, Schloss Albrechtsberg, Dresden

Birgit Schuh / Susanne Hampe / Christoph Rodde

Bild 1+2:
HAIFISCHBECKEN DRESDEN
Kunststoff, Durchmesser 10 m, Höhe 75 cm
Schloss Albrechtsberg Dresden, Mai / Juni 2015
Installation anlässlich der Verleihung des Förderpreises
der Landeshauptstadt Dresden 2015

Am 29. Mai 2015 wurden wir im Schloss Albrechtsberg von der Landeshauptstadt Dresden mit dem diesjährigen Förderpreis ausgezeichnet. Wir bedankten uns dafür mit einer Intervention im Schlosspark, denn als Haifische arbeiten wir üblicherweise im Außenraum. Als Ort für unsere Signatur haben wir das vor dem Schloss gelegene Bassin gewählt: durch unseren Eingriff erschienen Wasser und Becken grün-türkis gefärbt.
Geplant ist, zukünftig alle 13 Partnerstädte Dresdens temporär farblich zu signieren …


Bild 3+4:
FELSVERLAUF 1785/2014
51.030153, 13.701436 bis 51.022542,13.695750
51.021752, 13.695857 bis 51.029587, 13.701608
2-teilig
Videoinstallation | 14:30 min, Projektion auf Styroporplatten
Styropordruck auf Papier, Vitrine, Podest | 45 x 80 x 195 cm

Anlässlich der Preisverleihung war auch im Schloss eine Arbeit von uns zu sehen, bei der wir Stadtraum, nämlich den Plauenschen Grund, mittels Drohnenüberflug und Videoaufzeichnung in den musealen Ausstellungsraum geholt haben. Grundlagen dieser Videoarbeit sind ein zeitgenössischer Stadtplan des Flusstals und das Blatt 261 der Berliner Meilenblätter von 1785. Im Vergleich haben wir gesehen, dass das Tal in diesen 229 Jahren durch mehrere Steinbrüche auf nahezu doppelte Breite erweitert wurde. Die Videoaufnahme zeichnet den Plauenschen Grund zwischen Bienert- und Königsmühle im Zustand September 2014 auf. Für den Überflug wurde eine Kameradrohne benutzt, deren Linse zu einem Drittel abgedeckt wurde. Der ursprüngliche Felsverlauf, aber auch die gravierenden Spuren der Industrialisierung werden aus der Vogelperspektive sichtbar. Die weiße Abdeckung verdeckt die Teile des Tales, die 1785 noch im Fels verborgen waren. In einer danebenstehenden speziellen Vitrine war die Karte FELSVERLAUF 1785/2014 zu sehen, die auf den beiden benannten Karten basiert. Sie ist als Edition von 9 Exemplaren aufgelegt und gefaltet wie eine Wanderkarte in Schutzhüllen zu erwerben.